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Tittmoning – „Dem Menschsein auf der Spur“ ist der Titel einer Ausstellung auf der Burg in Tittmoning, in der ab Anfang August Werke des verstorbenen Mühldorfer Künstlers Hans Prähofer und des Unterwössener Bildhauers Andreas Kuhnlein zu sehen sind.

Zwei bayerische Künstler, die „den Blick auf Land und Leute neu geprägt haben“, heißt es in der Ankündigung der Ausstellung. Sie vereint zwei ebenso urwüchsige wie tiefgründige Künstler, die in der Region viele Spuren hinterlassen. Prähofer, der 2005 gestorben ist, ist vor allem in Mühldorf und München gegenwärtig, häufig durch großflächige Kunstwerke an öffentlichen und privaten Bauten. Seine Menschen, Blumen und Sonnen finden sich in vielen Häusern in der Region, zuletzt näherte er sich auch der abstrakten Kunst.

Kuhnlein schafft aus Hartholzstämmen Menschen, die in ihrer rohen Art den Betrachter herausfordern.

 

Die Ausstellung auf der Burg in Tittmoning beginnt am Sonntag, 4. August, 18 Uhr mit der Vernissage und endet am 1. September. Sie ist täglich außer Montag von 14 bis 17 Uhr zu sehen.

Oberbayerisches Volksblatt

hon

DEM MENSCHSEIN AUF DER SPUR

Auf der Burg Tittmoning sind die Werke von zwei bayerischen Künstlern zu sehen, die den Blick auf Land und Leute neu ge­prägt haben. Ohne Schönfärberei und Heimatgetue, mit spür­barer Liebe zum Mensch-Sein, hat jeder von ihnen einen un­verkennbaren Stil gefunden.

 

Andreas Kuhnlein

 

1953 in Unterwössen geboren, hat Schrei­ner gelernt, beim Bundesgrenzschutz gearbeitet und Land­wirtschaft betrieben, bevor er sich ab 1983 ausschließlich der Kunst widmete. Mit den Skulpturen, die er aus Hartholzstäm­men fertigt, die krank oder vom Sturm gefällt waren, ist er international anerkannt. Die unverstellte Art, Dinge und Men­schen so darzustellen, wie er sie sieht und empfindet, ohne Rücksicht auf Zeitgeist und Kunstmarkt, fordert den Betrach­ter heraus.

www.kuhnlein-bildhauer.de

 

Hans Prähofer (1920 – 2005)

 

hat ein umfangreiches Gesamt­werk hinterlassen, das in der Ausstellung repräsentiert wird. In Traunstein geboren und in Mühldorf aufgewachsen, hat er sich zunächst als Lokalreporter durchgeschlagen, aber mit seiner künstlerischen Handschrift hat er sich als Graphiker, Illustrator und Porträtist rasch einen Namen gemacht. Mit seinem auto­biographischen Roman „die Drachenschaukel“ (1966) wurde er auch als Schriftsteller bekannt.